Blog

Meditation Center

5 Schritte, um das ideale Meditationszentrum für dich zu finden

von | Nov 29, 2021 | Einleitung zum Buddhismus, Meditation

Kennst du das Gefühl?

Du hast Meditations-Apps ausprobiert, geführte Meditationen auf YouTube angehört, aber du suchst nach etwas mehr? Vielleicht wünschst du dir eine Gemeinschaft, mit der du deine Erfahrungen teilen kannst, eine individuellere Anleitung zur Meditation, oder du bist auf der Suche nach philosophischen Lehren und inspirierenden Texten, um deine Praxis zu entwickeln.

Meditation ist mittlerweile Mainstream geworden, aber es gibt sehr unterschiedliche Menschen, die Meditation anbieten. Von säkularen bis hin zu esoterischen oder religiösen Ansätzen gibt es so ziemlich alles. Die Praktiken können sich dadurch auch sehr unterscheiden. Wie findest du heraus, was für dich richtig ist?

Wie vermeidest du potenziell unangenehme Fehltritte? Die falschen Leute zu treffen oder eine Praxis auszuprobieren, bei der man sich komisch oder unter Druck gesetzt fühlt, kann entmutigend sein. In einer App kann man leicht die Klasse mit einem Fingerwischen wechseln, aber bei realen Orten ist es anders.

Hier sind 5 Tipps, die dir dabei helfen können, das passende Zentrum und die passende Meditation für dich zu finden:

Schritt 1: Kenne dein Warum

Bevor du mit der Suche nach einem Meditationszentrum beginnst, ist es hilfreich sich darüber klar werden, was du dir von der Meditation erhoffst. Woher würdest du wissen, dass du die richtige Gemeinschaft oder den richtigen Ort gefunden hast? Eine hilfreiche Übung ist, sich einen Moment Zeit zu nehmen und auf Papier zu sammeln, was dir dazu wichtig ist.

Hier ein paar hilfreiche Fragen:

  • Geht es dir darum weniger gestresst zu sein? Ängste und Sorgen zu überwinden? Möchtest du entspannen?
  • Gibt es eine Situation in deinem Leben, die Klarheit braucht?
  • Bist du auf der Suche nach philosophischer Inspiration oder suchst du nach einem tieferen Sinn?

Schritt 2: Finde heraus, wer hinter der angebotenen Praxis steht

Oft sind Meditations-Zentren mit einer allgemeinen Praxisrichtung verbunden. Finde heraus, wer hinter dem Zentrum und den Lehrern steht, an denen du interessiert bist. Selbst weniger religiöse Meditationsgruppen haben meistens ihren Ursprung in traditionellen Meditations-Richtungen. Es kann aufschlussreich sein, den Hintergrund des jeweiligen Meditations-Ansatzes zu kennen.

Hier ein paar Aspekte, die du dabei berücksichtigen könntest:

  • Gibt es Texte, die dir helfen können, diesen speziellen Hintergrund besser zu verstehen? Eine Biografie oder Bücher, in denen zum Beispiel gesammelte Lehren aufgelistet sind?
  • Wer sind die Lehrer, wer ist der Meister, der die Techniken, die dort praktiziert werden, entwickelt hat?
  • Welcher Zweck oder höhere Sinn wird mit Ausübung der Meditation verfolgt?
  • Stimmt das mit dem überein, warum du meditieren möchtest?

Schritt 3: Ein kurzes Telefonat erzählt oft mehr als gedacht

Wenn du ein paar Orte ausgewählt hast, die du sehen möchtest, kann ein kurzer Anruf helfen ein besseres Gefühl für die Menschen und der Organisation dahinter zu bekommen.

 

Ein kurzes Gespräch kann schon viel  dazu verraten, was dich an einem Ort erwartet. Wie war die Chemie am Telefon, wie gut organisiert oder in sich ruhend, war die Person? Der persönliche Kontakt kann dir nützliche Informationen zu deinem ersten Besuch liefern, aber vor allem hast du danach ein Gefühl für mit wem du es zu tun hast.

Hier ein paar Fragen, die bei einem Telefonat hilfreich sein können:

  • Gibt es eine Einführungsabend / Session?
  • Gibt es irgendwelche Voraussetzungen?
  • Was muss ich mitbringen? Was soll ich anziehen?
  • Welche Art von Kissen/Sitzgelegenheiten für die Meditation werden angeboten?

Schritt 4: Erfahre deinen Besuch mit einem offenen Mind

Du wirst nur wissen, ob dir ein Platz wirklich gefällt, wenn du ihn dir anschaust und ausprobiert hast.

Wenn du einen neuen Ort besuchst, ist es oft bequemer ein wenig früher da zu sein, um Eindrücke zu sammeln. Abgesehen davon, dass es respektvoll ist pünktlich zu sein, gibt dir das die Zeit, deinen Besuch in Ruhe zu erleben und mehr von dem wahrzunehmen, was vor sich geht.

Sei offen und neugierig. Rede nicht nur mit der Person, die die Meditation leitet, stelle fragen an andere Teilnehmer. Wie sind sie zu dieser Praxis gekommen? Warum meditieren sie hier? Warum sind sie Teil dieser Gemeinschaft geworden?

Nimm dir nach deinem Besuch einen Moment Zeit deine Gedanken zu sammeln. Das kann gleich danach sein oder in manchen Fällen hilft es eine Nacht darüber zu schlafen und den nächsten Tag darüber zu reflektieren, was man erfahren hat.

Hier sind einige Fragen, die dir helfen können, über deinen Besuch zu reflektieren:

  • Hat dir die Praxis gefallen? War es entspannend oder anstrengend? Hast du dich wohlgefühlt?
  • Wie hat die Person, die die Meditation und die Einführungssitzung geleitet hat, auf dich gewirkt?
  • Wie haben die anderen Teilnehmer auf dich reagiert? Waren sie respektvoll gegenüber den Erfahrungen, die du bereits mitbringst?
  • Hattest du das Gefühl, dass es ein Ort ist, an dem du wachsen, und neue Dinge über dich  lernen kannst?

Schritt 5: Teste das Zentrum und dessen Praxis für einen Monat

Wenn ein Ort deinen Kriterien entspricht, ist es hilfreich einen Probelauf zu machen. Teste das Zentrum und seine Praxis ein paar Wochen lang.

In den meisten Fällen wirst du nicht beurteilen können, was eine Praxis für dich tut, wenn du sie nicht zumindest ein paar Mal ausprobiert hast.

Gehe regelmäßig hin, lerne die Leute kennen, mach die empfohlenen Praktiken so oft du kannst zu Hause und versuche, einen offenen Mind zu bewahren.

Am Ende des Monats schau dir noch mal an warum du meditieren wolltest, was hat sich verändert? Hast du gefunden, wonach du gesucht hast? Gab es Momente der Überwindung? Wenn ja, hast du dadurch etwas gelernt? Gab es Dinge, die dich irritiert haben?

Bietet dir das Zentrum oder diese Praxis das, was du suchst? Hast du Vertrauen in den Lehrer und die Teilnehmer? Fühlt es sich wie eine sichere Umgebung für dich an, geistig, spirituell?

Wo auch immer du dich entscheiden solltest Meditation zu praktizieren, wir hoffen, dass dieser Leitfaden dir ein wenig hilft, die beste Entscheidung für deine Bedürfnisse zu treffen.

Danke, dass du dir die Zeit genommen hast, unsere Seite zu besuchen und unseren Blog zu lesen. Die Yun Hwa Sangha des World Social Buddhism hat über 40 Zentren in verschiedenen europäischen Städten. Hier findest du einen Standort in deiner Nähe.

About the author:

Philipp Andriopoulos ist Abt des Griechenland Dharma Sah in Mani.

More articles you may like:

Meditation is mind vacation

Meditation is mind vacation

Was Meditation mit Urlaub gemeinsam hat und wie diese den Geist entspannt; Urlaub steht für Freizeit und Entspannung; Meditation kann die gleiche Wirkung auf den Geist haben: Das heißt, die Gedanken und Probleme loszulassen und den Geist zur Ruhe zu bringen. Letzten...

Don’t  worry be happy!

Don’t worry be happy!

Wie die buddhistische Praxis mein Leben bereichert. „Bist du eigentlich glücklich?“ Diese Frage ist dir sicher auch schon  einmal gestellt worden. Die Antwort darauf ist gar nicht so einfach, da wir unser „Glücklichsein“ oft an vielen verschiedenen Faktoren fest...

Connect with us